
| Primera edició en llibre: ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen Theil IV (1783), S. 141-142. (Asmus duent amb si totes les seves coses, o Obres Completes del Missatger de Wandsbeck. Volum IV (1783). Pp. 141-142.) |
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| Primera edició: Voßischer Musenalmanach, 1778, S. 184 Voßischer Musenalmanach, 1778, P. 184 |
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Abendlied
Matthias Claudius |
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Der Mond ist aufgegangen Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und klar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar. |
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Wie ist die Welt so stille, Und in der Dämmrung Hülle So traulich und so hold! Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt. |
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Seht ihr den Mond dort stehen? - Er ist nur halb zu sehen, Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn. |
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Wir stolze Menschenkinder Sind eitel arme Sünder, Und wissen gar nicht viel; Wir spinnen Luftgespinste, Und suchen viele Künste, Und kommen weiter von dem Ziel. |
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Gott, lass uns dein Heil schauen, Auf nichts Vergänglichs trauen, Nicht Eitelkeit uns freun! Lass uns einfältig werden, Und vor dir hier auf Erden Wie Kinder fromm und fröhlich sein! |
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Wollst endlich sonder Grämen Aus dieser Welt uns nehmen Durch einen sanften Tod! Und, wenn du uns genommen, Lass uns in Himmel kommen, Du unser Herr und unser Gott! |
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So legt euch denn, ihr Brüder, In Gottes Namen nieder; Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott! mit Strafen, Und lass uns ruhig schlafen! Und unsern kranken Nachbar auch! |
| Wandsbeck, vor 1778 |