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Peter Bichsel liest Goethe |
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In seinen Frankfurter Poetik-Vorlesungen erzählt Bichsel, er habe als Schulkind in der Stadtbibliothek entdeckt, wie man Bibliothekare am besten verblüffen könne: indem man Bücher bestellt, die andere nicht lesen. So habe er beschlossen - aus reinem Snobismus - Goethes Gesammelte Werke vollständig zu lesen und es auch getan. In Zusammenhang mit dieser Anekdote reflektiert Bichsel über die Beschaffung und den Wert von Tradition und ihren Wahrzeichen, über die Macht des Wissens und die Notwendigkeit des Halbwissens sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben. Ich möchte in meinem Vortrag darin eingehen - dabei wird den Kontexten und der Art und Weise, in der Bichsel in seinem eigenen Werk Goethe zitiert oder einfach nennt, besondere Aufmerksamkeit geschenkt . |
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Maria Teresa Vinardell Puig |