resum abstract Adreça Índex Temàtic Deutsch in Spanien an der Schwelle zum 21. Jahrhundert - Forum 11 (2004) PÀGINA PRINCIPAL
 
 
 
  Deutsch-Baskische Übersetzung:
Allgemeine Situation und spezifische Probleme


IBON URIBARRI ZENEKORTA
fipurzei@vc.ehu.es
© Ibon Uribarri Zenekorta 2003
EHU / UPV


 
 
 

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Resum

No fa gaire es va crear a la Universitat del País Basc la primera plaça docent que s'ocuparà, de manera específica, de la traducció de l'alemany al basc. La finalitat del present treball és, en primer lloc, de fer un breu inventari de la situació general en què es troba aquest àmbit; a continuació, presentarem un informe sobre la feina que estan duent a terme, en aquest camp, diverses institucions (com ara EIZIE o Klasikoak) i editorials, al llarg del qual, exposaré, en concret, el procés de tria dels textos i dels traductors així com els controls de qualitats aplicats pels diferents comitents de les traduccions. A tall d'exemple del que exposo, informaré, de manera concreta, de la traducció d'obres filosòfiques de l'alemany al basc i, de manera més especial, del programa Klasikoak (Clàssics de les Lletres), del procediments emprats i els resultats obtinguts. A tall d'acabament d'aquesta primera part del present treball, passaré a presentar alguns problemes específics plantejats per la traducció d'aquesta mena de textos (normalització de la llengua, terminologia, sintaxi etc.).

En una segona part, informaré dels diferents projectes i objectius d'aquesta nova plaça docent: 1. Estudi contrastiu de totes dues llengües que podria conduir a l'elaboració d'una gramàtica comparativa; 2. publicació del primer diccionari alemany-basc-alemany; 3. recerca sistemàtica i cronològica de l'activitat translatícia entre totes dues llengües.


Descriptors:
Klasikoak
EIZIE
Traducció basc-alemany
Traducció alemany-basc
Diccionari alemany-basc / basc-alemany
 


 

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Abstract

Vor kurzem wurde in der Baskischen Universität die erste Dozentur etabliert, die sich gezielt mit Deutsch-Baskischer Übersetzung befassen wird. Ziel dieses Beitrages ist erstens eine kurze Bestandsaufnahme der allgemeinen Situation dieses Bereichs zu machen. Man wird dann über die Arbeit von verschiedenen Institutionen (EIZIE, Klasikoak) und Verlägen berichten. Dazu wird man den Auswahlprozess der Texte und Übersetzer und die Qualitätskontrolle von den verschiedenen Auftragsgebern schildern. Als Beispiel wird man ausführlicher über die Übersetzung philosophischer Werke berichten, besonders über das Programm Klasikoak (Geisteswissenschaftliche Klassiker), über seine Verfahrensweise und vorhandene Ergebnisse.

Danach wird man einige spezifische Probleme erwähnen, die die Übersetzung solcher Texte aufwerfen (Normalisierung der Sprache, Terminologie, Syntax, usw.). Zweitens wird man über die verschiedenen Projekte der Dozentur informieren. 1. Kontrastive Studie zwischen beiden Sprachen, die zur Bearbeitung einer vergleichenden Grammatik führen könnte; 2. Publikation des ersten Deutsch-Baskisch-Deutsches Wörterbuches; 3. Chronologische und systematische Forschung über die translatorische Aktivität zwischen beiden Sprachen.

Schlagwörter:
Klasikoak
EIZIE
Deutsch-baskische Übersetzungen
Deutsch-Baskisch
Deutsch-baskisches Wörterbuch
Baskisch-Deutsches Wörterbuch
 

 

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Deutsch-Baskische Übersetzung:
Allgemeine Situation und spezifische Probleme

IBON URIBARRI ZENEKORTA
EHU / UPV

 

   
1.
ALLGEMEINE LAGE
 
         
   
In den letzten Jahren hat sich die jährliche Produktion von Büchern in Baskischer Sprache bei 1200 Titeln stabilisiert. 35% Prozent davon sind Übersetzungen. Trotzdem verteilen sich diese Nummer eher unregelmäßig: bei Literatur für Erwachsenen verkleinert sich der Anteil von Übersetzungen bis 14%, während bei Kinder- und Jugendliteratur bis zum 75% steigt. Die großere Nachfrage in diesem letzten Gebiet zwingt dazu, öfter zu Übersetzungen zu greifen.
 
       
   
Die Produktion von Übersetzungen ins Baskische hat unter verschiedenen Problemen gelitten. Das Hauptproblem kann wohl die Abwesenheit einer bedeutsamen Übersetzungstradition sein. Seit der Publikation des ersten Baskischen Buches, Linguae Vasconum Primitiae (1545) bis 1879 wurden nur 194 Bücher in baskischer Sprache publiziert (die Definition der UNESCO folgend). Davon sind 93 Übersetzungen. Die erste Übersetzung ist „Iesus Chris gure Jaunaren Testamentu Berria“, 1571, eine Baskische Fassung der Evangelien, übersetzt von Joannes Leizarraga, der 1564 den Übersetzungsauftrag der Kalvinischtischen Synode in Pau angenommen hatte. Bei dieser und anderen Übersetzungen hat sich Leizarraga mit dem folgenden groβen Problem konfrontiert: das Vorhandensein einer Fülle von Baskischen Dialekten und die Abwesenheit einer einheitlichen literarischen Standardsprache. Obwohl die neuesten Schritte in diese Richtung (zum Beispiel, ein normatives Wörterbuch) ein gutes Zeichen setzen, hat die Baskische Sprache trotzdem in vielen Bereichen immer noch keinen normalisierten Gebrauch erreicht. Man könnte viele verschiedene Gründe nennen, die eine Erklärung der heutigen Situation näher bringen könnten¹, aber diese kürze Einleitung soll hier genügen.
 
       
   
Man kann wohl sagen, dass die Lage der Übersetzung ins Baskische nach dem Erlass des Autonomie-Statuts 1979 und das Inkrafttreten des Gesetzes für die Normalisierung der Baskischen Sprache 1982 sich radikal verändert hat. Der ofiziellen Anerkennung der Zweisprachigkeit folgt eine sehr intensive übersetzerische Aktivität innerhalb der verschiedenen Ämter. Das IZO (ämtlicher Übersetzungsdienst) ist mit dem Auftrag gegründet, alle ämtliche Dokumente aus einer Sprache in die andere Sprache zu übersetzen (der Dienst hat auch eine Terminologieabteilung). Darüber hinaus blüht aber diese Aktivität dank der Gründung von verschiedenen Medien auch in breiten Kulturgebieten, die mit der Baskischen Sprache arbeiten (Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften und mehrere Verläge, die hauptsächlich Baskische Bücher publizieren). Erst dann beginnt eine kontinuierliche und professionelle Aktivität im Bereich der Übersetzung.
 
       
   
Dennoch wurde diese ganze Aktivität durch die ungenügende Ausbildung von vielen Übersetzern begrenzt, da es unmöglich war Übersetzung aus dem oder ins Baskische zu studieren. Zwischen 1980 und 1990 war die Übersetzungsschule von Martutene (San Sebastián) tätig, von Euskaltzaindia (die Akademie der Baskischen Sprache) gefördert, und um diese Schule sind die ersten Forschungen über Übersetzung in die Baskische Sprache entstanden. Zwischen 1986 und 1991 gab es auch eine Übersetzungsschule beim IVAP (Baskisches Institut der öffentlichen Ämter), die sich auf die Übersetzung von ämtlichen Dokumenten konzentriert hat.
 
       
   
Die erste von diesen Schulen ist der Keim von EIZIE geworden (Verband der Baskischen Übersetzer, Überprüfer und Interpreten). Der Verband ist 1988 mit 60 Mitgliedern gegründet worden (heutzutage sind es mehr als 180). Eine von seinen bezeichnendsten Aktivitäten sind die Ausbildungsseminare. Der Verband hat auch drei Sommerkurse an der Baskischen Universität organisiert, mit Teilnahme von nationalen und internationalen Experten (die Akten wurden in besonderen Nummern von der Zeitschrift SENEZ veröffentlicht).
 
       
   
Die Baskische Universität gab auch um diese Zeit ihre ersten Schritte in diese Richtung mit der Etablierung eines zweijährigen Masters in Übersetzung in Vitoria-Gasteiz. Das Fach Übersetzen und Dolmetschen wurde endlich im Jahrgang 200/2001 eingeführt. Dies war eine sehr späte Antwort zu dem großen Anstieg der übersetzerischen Tätigkeit seit Anfang der achtziger Jahre, aber man hofft, dass die Einführung des Faches vieles zur Verbesserung dieser Aktivität beigetragen wird, und besonders Elemente für eine wissenschaftliche Behandlung verschiedener Probleme um diese Aktivität beisteuern wird. Damit könnte man einige schwerwiegende Lücke füllen und vor allem dem Mangel an theoretischen Studien und ausgebildeten Kritikern abhelfen.
 
       
       
   
2.
BESCHREIBUNG DES UNTERSUCHUNGSOBJEKTS
 
         
   
2.1.
Frühe Übersetzungen
 
         
   
Die folgenden Übersetzungen habe ich bei der von EIZIE hergestellten historischen Liste der Übersetzungen gefunden, wobei ich eine direkte Übersetzung aus der deutschen Sprache noch nicht prüfen könnte und bei mehreren Fällen erhebliche Zweifel habe.
 
       
   
Bravanteco Genovevaren bicitz arrigarri miragarria, Cristobal Schmid-ec eguiñ eta eusquerara itzulia,. Gregorio Arrue Rezola, E. Lopez, 1885/1890/1960 (Itxaropena/Auñamendi).
 
         
   
Apaiz osteguna eta aurrak A. Willbrordo Menkek alemanez idatzia ta. R.M.A.’k euskeraz yarria. Resurrección María de Azkue Aberasturi, Euzko Argitaldaria (gipuzkera eta bizkaieraz). 19??
 
         
   
Ein Xavierius Leben in Bildern. Georg Schurhammer. Xabier’tar Prantzisko Deunaren bizitzlaburra, J.L. Schurhammer’tar Jorke’k egina, Jakintza ikasle jesulagunak, El mensajero, 1925.
 
         
   
Heineren olerkiak, H. Heine (Joseba Arregi – Txingudi), Rementeria, 1927.
 
         
   
Grimm anayen berrogetamar ume-ipuin Legoaldik doitxeratik euskeratuta, Ipolito Larrekoetxea (Legoaldi), J. Alvarez, 1929.
 
         
   
Grimm anaien ipuiñak, Jose Altuna, 1929.
 
         
   
Ipuintxoak, Schmidt, Gabriel Manterola, 1929.
 
         
   
Nach dem Zivilkrieg kann man auch einige wenige Versuche finden:
 
       
   
Erri-min (Sehnsucht), Friedrich von Schiller, Jon Mirande (Jon Chaho), RSVAP, 1959.
 
         
   
Atzerriko neskatilla (das Mädchen aus dem Fremde), Jon Mirande, RSVAP, 1959.
 
         
   
Bai esalea, ez esalea (Egan-eko separata), Bertolt Brecht, Graf. Bilbao, 1963.
 
         
   
Amaren armak. Zati batetako antzerkia, Bertolt Brecht, Egile editore, 1968.
 
         
   
Mendiko argia (Das Licht der Berge), Franz Weisser (Placido Mujica Berraondo), Mensajero 1968.
 
         
   
Einige Texte von Schiller und Hesse sind auch bei der Zeitschrift Egan erschienen..
 
       
   
Als ein erstes Ergebnis wird es klar, dass nur wenige Deutsche Texte übersetzt worden sind, und noch weniger direkt aus der deutschen Sprache. Eine genauere Untersuchung dieser älteren Übersetzungen steht noch bevor.
 
       
         
   
2.2.
EIZIE
 
         
   
Wie schon gesagt wurde, der Verband EIZIE ist eine der aktivsten Organisationen, wenn es sich um Übersetzung ins Baskische geht. Deswegen ist eine kurze Beschreibung ihrer bisherigen Aktivitäten, Ziele und Ergebnisse angebracht.
 
       
   
Seine Satzung setzt die folgenden Ziele fest:
 
       
   
Rechtschutz der Übersetzer und Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Die Richtlinien der UNESCO folgend, fördert der Verband den Schutz des Urheberrechts, die Unveränderlichkeit des übersetzten Textes, die Bekanntmachung des Übersetzers, usw. Der Verband hat diese Prinzipien in Bereichen verteidigen können, die er kontrollieren kann, auch unter seinen Mietgliedern und bei der Sammlung „Literatura unibertsala“, nicht aber in anderen Bereichen außer seiner Reichweite, besonders bei Übersetzung von Schulbücher und Kinder- und Jugendliteratur bei verschiedenen Verlägen. Die von Verband organisierte Rechtsberatung ist sehr aktiv in den Bereichen Urheberrecht, Verträge und Steuer.
   
   
Sicherung einer Mindestqualität bei Übersetzungen. Wir haben schon erwähnt, dass der Ausgangspunkt problematisch war und auch teilweise immer noch so bleibt, da die Zielsprache keinen normalisierten Gebrauch in vielen Feldern erreicht hat und der Leser nicht gewöhnt ist, gewisse Texttypen auf Baskisch zu lesen (nur die jüngste Generation ist gut vorbereitet, mit einer großen Varietät von Texten umzugehen). Diese Situation hat den Übersetzern dazu gezwungen, eine zusätzliche Aufgabe als Normalisierer der Sprache zu übernehmen, und sie haben ganz neue Gebiete für die Baskische Sprache eröffnet. Gleichzeitig hat der Verband versucht bei den Arbeiten seiner Mitglieder ein Qualitätsstandard zu erreichen und zu behalten, der als Muster für andere Übersetzungen dienen könnte. Dies spiegelt sich vor allem bei der an der Sammlung „Literatura unibertsala“ benutzten Methodologie (siehe unten). Auch als Teil dieser Bemühungen hat der Verband mit dem Titel „Itzulpenen antologia“ eine dreibändige Anthologie von Übersetzungen ins Baskische veröffentlicht.
   
   
Förderung von Übersetzungen. Die Übersetzungen ins Baskische haben das zusätzliche Problem eines erhöhten Preises bei einem Minderheitsmarkt. Deswegen braucht diese Aktivität eine gestärkte Förderung. Der Verband bemüht sich daher um die Förderung der professionellen Beziehungen und den Umtausch von Informationen. Der Verband führt mit diesem Zweck eine mailing-Liste für Mitglieder (ITZUL). Dazu veröffentlicht und verteilt ein Mitteilungsblatt für Mitglieder, KERA. 44 Nummer wurden bereits publiziert, und seit der Nummer 24 erscheint das Blatt bei der Internetseite des Verbandes, www.eizie.org.
   
           
    Euskal Itzultzaile, Zuzentzaile eta Interpreteen Elkartea - Zemoria 25  - E-20013 DonostiaEuskal Itzultzaile, Zuzentzaile eta Interpreteen Elkartea - Zemoria 25  - E-20013 Donostia  
       
   
Das Hauptprogramm für die Förderung der literarischen Übersetzungen ist die Sammlung „Literatura unibertsala“ (Weltliteratur). Das Programm hatte 1989 sein Anfang mit dem Ziel, zunächst Übersetzungen von 100 klassischen Werken der Weltliteratur zu veröffentlichen. Diese Nummer wurde schon erreicht und nun hat sich das Programm bis zur Nummer 150 erweitert (siehe Anhang A). Das Programm wird von Kultusministerium der Baskischen Regierung finanziert, von EIZIE Verband geführt und von einem Verlag ediert, der nach einer öffentlichen Ausschreibung gewählt wird. Der Verband schlägt die Titel vor, die übersetzt sein sollten, und berücksichtigt dabei Kriterien der Repräsentativität, die Qualität des Werkes, die Pluralität der Sprachen, usw. Die meisten Werke sind nicht allzu lange Romane. Nach dem Vorschlag gibt es eine öffentliche Ausschreibung, bei der anonyme Probeübersetzungen verlangt werden. Eine Jury wählt dann die besten davon und vergeht die Übersetzungsaufträge. Nach der Übergabe der Übersetzung kontrolliert eine Lektürekommission die Qualität der Arbeit und hat das Recht, die Arbeit abzulehnen und zur Revision zurückzugeben, wenn sie eine gewisse Anzahl von Fehlern entdeckt. Darüber hinaus zwingt der Verband dem Verlag, einen zusätzlichen Korrektor einzustellen. Alle diese Maßnahmen führen zu dem Ergebnis, dass bei dieser Sammlung der Qualitätsstandard sehr hoch ist und eine Referenz für alle literarischen Übersetzungen, die außerhalb des Verbandes durchgeführt werden, bildet.
 
       
   
Verbesserung der Ausbildung der Übersetzer. Die Übersetzungsschule, die der Keim des Verbands war, hatte schon Seminare und Kurse organisiert. Darüber hinaus unterhält der Verband eine Bibliothek mit Schwerpunkt Übersetzungswissenschaft. Dazu veröffentlicht der Verband eine jährliche Zeitschrift, SENEZ, die verschiedene Aspekte der Übersetzungstheorie und –pragmatik behandelt. Bisher wurden 25 Nummer publiziert, darunter einige Sonderhefte die vom Verband an der Baskischen Universität organisierten Sommerkurse sammeln (ab der 14ten Nummer kann man die Zeitschrift bei der offiziellen Internetadresse des Verbands lesen). Andere besondere Materialien zur Verbesserung der Übersetzungen sind eine CD-ROM mit volkstümlichen Wendungen und vor allem ein Katalog von Übersetzungen in die Baskische Sprache (mit 6.793 Eingaben bis 1996) und von Übersetzern (diese Information ist auch bei der Internetadresse erhältlich, und sie wird ein grundlegendes Werkzeug für künftige Forschungen bereitstellen).
   
   
Verteidigung der ökonomischen und sozialen Interessen der Übersetzer. Dabei versucht der Verband das soziale Ansehen des Berufs zu verbessern.
   
           
           
   
2.2.1.
Deutsche Literatur auf Baskisch
 
         
   
Was literarische Übersetzung aus Deutsch ins Baskische betrifft, finden wir 9 bereits publizierte Titel und einen weiteren schon programmierten Titel bei der vorher erwähnten Sammlung ¨Literatura unibertsala”.
 
       
   
Ipuin fantastikoak/Antología, E.T.A. Hoffmann (Antton Garikano).
 
         
   
Anton Camenzind, Hermann Hesse (Xabier Mendiguren).
 
         
   
Herioa Venezian/Der Tod in Venedig, Thomas Mann (Xabier Mendiguren).
 
         
   
Hautapen-ahaidetasunak/Die Wahlverwandtschaften. J.W. von Goethe, (Xabier Mendiguren).
 
         
   
Michael Kohlhaas, Heinrich von Kleist (Xabier Mendiguren).
 
         
   
Katua eta sagua/Katz und Maus, Günter Grass (Xabier Mendiguren).
 
         
   
Peter Schlemihls-en istorio miresgarria/Peter Schlemihls wundersame Geschichte, A. von Chamisso (Antton Garikano).
 
         
   
Törless ikaslearen nahasmenduak/Die Verwirrungen des Zöglings Törless, Robert Musil (Koldo Morales).
 
         
   
Berlin Alexanderplatz, Alfred Döblin (Antton Garikano).
 
         
   
Zwischen neun und neun, Leo Perutz (Antton Garikano).
 
         
   
Diese Übersetzungen machen ungefähr ein 10 % der Sammlung aus. Wie man aus der Liste sehen kann, bilden Titel aus dem 19ten und erste Hälfte des 20ten Jahrhunderts die Mehrheit. Der Grund dafür kann wohl sein, dass eine solche Sammlung genau den passendsten (und sicherlich den einzigmöglichen) Rahmen anbieten kann, damit die Übersetzung solche Klassiker möglich wird. Eine weitere Schluβfolgerung, die man aus dieser Liste entnehmen kann, ist, dass mit einer einzigen Ausnahme alle Titel von zwei Personen übersetzt worden sind, was ein Mangel an Übersetzer zeigen könnte. Jetzt soll eine kritische Analyse der Repräsentativität dieser Titel und eine systematische Studie jeder Übersetzung bevorstehen, was möglich sein dürfte, da die Anzahl ziemlich gering ist.
 
       
       
   
2.3.
Andere Verlage
 
         
   
Ohne die literarische Übersetzung zu verlassen, findet man auch eine gewisse Aktivität bei privaten Verlägen, die glücklicherweise die Zeitspanne der Übersetzungen mit Titel aus den zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts erweitern.
 
       
   
Beim Verlag Elkar:
 
       
   
Estepako otsoa/Der Steppenwolf, Hermann Hesse (Pello Zabaleta), 1986.
 
   
Pailazo baten aburuak/Ansichten eines Clowns, Heinrich Böll (José Antonio Azpiroz).
 
   
Katharina Blumen ohore galdua/Die verlorene Ehre von Katharina Blum, (Übersetzer unbekannt).
 
   
Prozesua/Der Prozess, Franz Kafka (Antton Garikano).
 
   
Homo faber, Max Frisch (Joxe Austin Arrieta).
 
         
   
Beim Verlag Erein (hier finden wir die zwei einzigen modernen Übersetzungen in Lyrikbereich):
 
       
   
Poemak, Friedrich Hölderlin (Eduardo Gil Bera).
 
   
Hyperion, Friedrich Hölderlin (Eduardo Gil Bera).
 
   
Matxura, Friedrich Dürrenmatt (Xabier Mendiguren), 1992.
 
   
Hareetako gizona, E.T.A. Hoffmann (Pello Zabaleta), 1992
 
         
   
Beim Verlag Alberdania:
 
       
   
Keuner jaunaren kondairak/Geschichten vom Herrn Keuner, Bertolt Brecht (Joxerra Garzia).
 
   
Batzarra Telgten/Treffen in Telgte, Günter Grass (Andolin Eguzkitza).
 
   
Xake nobela, Schachnovelle, Stefan Zweig (Xabier Mendiguren Bereziartua).
 
         
   
Beim Verlag Susa:
 
       
   
Kontrabajua/Der Kontrabass, Patrick Süskind (Übersetzer unbekannt).
 
         
   
Beim Verlag Igela:
 
       
   
Edale santuaren kondaira, Joseph Roth (Matias Múgica Franco de Medinacelli), 2001.
 
         
   
Beim Verlag Lur:
 
       
   
Itxura-aldaketa (Die Verwandlung), Kafka, Xavier Kintana, 1970.
 
   
Estepako semeak, 1. Hans Baumann, 1981.
 
         
   
Beim Verlag Hiria liburuak:
 
       
   
Werther. Goethe (Juan Unanua Garmendia), 1999.
 
   
Metamorfosia, Kafka (Rufino Iraola), 2000.
 
         
   
Beim Verlag Kriseilu:
 
       
   
Werther. Goethe, Gotzon Lobera, 1987.
 
         
   
Beim Verlag Gero/Mensajero:
 
       
   
Grimm anaien ipuinak I eta II (Joan Mari Sarasola), 1990.
 
         
         
   
2.4.
Kinder- und Jugendliteratur
 
         
   
Dieser umfangreiche Bereich wurde noch nicht genügend geforscht. Es gibt eine ganze Menge von übersetzten Deutscher Werke, aber sie sind meistens nicht direkt aus der deutschen Sprache ins Baskische übersetzt worden. In bestimmten Fällen kann man davon ausgehen, dass die Übersetzung direkt ist, weil die Übersetzer bekannt für seine direkten Übersetzungen aus der deutschen Sprache sind (X. Mendiguren Bereziartua, Pello Zabaleta). Aber man findet eine Fülle von Namen, denen Fähigkeit für eine direkte Übersetzung unbekannt (und oft auch unwahrscheinlich) ist. Große Verläge aus Madrid oder Barcelona übersetzen deutsche Werke ins Spanische und machen dann zusätzlich eine Baskische Fassung, die sich auf die Spanische Übersetzung stützt. Ein interessantes Phänomen habe ich beim galicischen Verlag Kalandraka festgestellt: Übersetzungen ins Galicische von Deutschen Werken werden publiziert und dann aus der galicischen Übersetzung eine Baskische Fassung hergestellt. Die Erforschung dieses ganzen Gebiets soll mit einer Sammlung von Materialen beginnen (siehe Anhang B) und dann mit einer intensiven Untersuchung der Arbeiten folgen (Originalsprache, Bedingungen, Qualität, usw.).
 
       
       
   
3.
ÜBERSETZUNG PHILOSOPHISCHER WERKE
 
         
   
Jetzt werden wir uns die Übersetzungen von philosophischen Werken vornehmen, wobei hier Philosophie in einem weiteren Sinn verstanden wird. Dazu muss man ein besondere Programm nennen, das genau mit dem Ziel entstand, solche Texte zu übersetzen, Klasikoak. Dann wird man auch die Produktion des Verlags Jakin berücksichtigen. Zum Schluss wird man eine kurze Beschreibung der spezifischen Probleme bei diesen Übersetzungen machen.
 
       
       
   
3.1.
Frühe Übersetzungen
 
         
   
In den siebziger Jahren gab es eine Reihe von Übersetzungen Deutscher Werke, vorwiegend politische (sozialistische oder marxistische) Werke. Mein erster Eindruck ist, dass keine davon direkt aus der deutschen Sprache übersetzt worden ist, sondern indirekt aus der Spanischen.
 
       
   
Beim Verlag Lur:
 
       
   
Lan alokatua ta kapitala. Alokairua. Prezioa eta irabazia, Marx, Xabier Kintana, 1971.
 
   
Alderdi komunistaren manifestua, Engels/Marx, Xabier Kintana, 1980.
 
   
Sozialismoaren aurrerabidea utopiatik zientziara (die Entwicklung des Sozialismus von Utopie zur Wissenschaft), Engels, 1972.
 
         
   
Beim Verlag Mugalde:
 
       
   
Louis Bonaparteren Brumairearen hamazortzia (der achzente Brumaire des Louis Napoleon), Marx, Jakoba Onaindia Baseta/Otar, 1973.
 
         
   
Beim Verlag Colección Ebro:
 
       
   
Komunista Alderdiaren agiria, F. Engels/K. Marx, Irrintzi, 1971.
 
         
   
Beim Verlag Langile Borroka:
 
       
   
Alderdi komunistaren manifestua (Manifest der kommunistischen Partei), Engels/Marx, 1974.
 
         
         
   
3.2.
Klasikoak
 
         
   
Es handelt sich um ein unabhängiges Projekt, das von einem gemeinnützigen Träger 1991 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, zunächst 50 Klassiker der Philosophie und danach weitere 50 Titel zu übersetzen (siehe Anhang C). Der erste Anstoß haben verschiedene Personen gegeben, besonders Xabier Mendiguren Bereziartua. Das Projekt bekam die Unterstützung der Stiftung BBV, dann BBVA, und auch Baskischer Sparkassen sowie der Baskischen Universität und der Universität Deusto. Das Projekt hat auch gelegentlich finanzielle Unterstützung der Europäischen Union erhalten.
 
       
   
Dieses Projekt nimmt bewusst am Prozess der Normalisierung der Sprache teil. Das Ziel ist, dass die Sprecher alle Themen ohne Probleme behandeln können. Die Schwierigkeit bei der Behandlung von gewissen kulturellen Bereichen ist wegen mangelnder Tradition groß, und die Schwierigkeit wird desto großer bei philosophischen Themen.
 
       
   
Die Förderer dieses Projekts könnten feststellen, dass gute Arbeit beim Erziehungssystem geleistet wurde (mit Herstellung von vielen guten Materialien im Baskischen), wobei noch Lücken zu füllen sind. Dennoch wenn man zur höheren Ausbildung annähert, sind diese Lücken viel zu groß. Die Baskische Universität und andere akademische Institutionen wie UEU (Baskische Sommeruniversität) arbeiten bereits an der Vorbereitung von akademischen Materialien. Aber diese sind es meistens pädagogische Schriften.
 
       
   
Das Projekt Klasikoak hat sich seinerseits als Ziel die Übersetzung von klassischen philosophischen Werke gesetzt, eine grundlegende Arbeit, welche die Universität nicht leisten kann. Auf dieser Weise will es einen normalisierten Gebrauch des Baskischen erreichen und eine direkte Verknüpfung der Baskischen Kultur mit dem westlichen Gedanken erzielen. Mit diesem Zweck sucht der wissenschaftliche Beirat eine ausgewogene Auswahl zwischen Titeln, Sprachen und Gattungen. Das Hauptziel, das damit zu erreichen wäre, ist die Errichtung einer bibliographischen Infrastruktur, die als kultureller Bezugspunkt und Stützpunkt für Verfassung von Essays im Baskischen dienen kann. Mit der Entwicklung einer philosophisch-wissenschaftlichen Prosa, Bereicherung des Wortschatzes, auch mit neugeschaffenen Neologismen, und die Flexibilisierung der Syntax will man so einen bedeutsamen Beitrag zur Herstellung einer Standardsprache leisten.
 
       
   
Dieses Projekt möchte auch ein Treffpunkt der Arbeit von Akademikern und Übersetzern werden. Eine der wichtigsten Leistungen des Programms ist die Spezialisierung von etwa 30 Übersetzern und weiteren 30 Korrektoren, die mit verschiedenen Sprachen arbeiten (Griechisch, Latein, Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch). Diese Gruppe von Personen haben sich bei dieser Arbeit so weitergebildet, dass sie auch in der Zukunft fähig sein werden, weitere spezialisierte Übersetzungen durchzuführen, und damit einen Beitrag zur interkulturellen Kommunikation zu leisten.
 
       
   
Um die höchstmögliche Qualität bei den Übersetzungen zu erreichen, wird ein Übersetzer gewählt, der schon philosophische Vorkenntnisse bzw. Kenntnisse über gewisse Autoren hat. Außerdem wird ein fachlicher Aufseher eingestellt. Schließlich wird ein sprachlicher Korrektor die Übersetzung prüfen. Man hat sich auch an nationale und internationale Fachleute gewendet, damit sie die Einleitungen zu jeder Übersetzung schreiben (kürzlich sind zwei Bände erschienen, die alle bisher publizierten Einleitungen aufnehmen).
 
       
   
Die Sammlung ist wegen ihres gepflegten Designs leicht erkennbar; dies hat aber zur Folge, dass die Bücher recht teuer sind, was der kritisierbarste Aspekt des Projekts wäre. Darüber soll auch gesagt werden, dass die Bücher hauptsächlich über ein jährliches Abonnement geliefert werden und sehr wenige direkt über die Buchhandlung verkauft werden.
 
       
   
Eine weitere Leistung der Sammlung ist die Digitalisierung der Übersetzungen in CD-ROM Format und vor allem auch der freie Zugang zu den Texten über Internet (www.klasikoak.com) in PDF und Format html. Dies wird den Gebrauch und Verbreitung dieser Arbeiten verstärken sowie deren kritisches Studium erleichtern.
 
       
       
   
3.3.
Jakin
 
         
   
Ein anderer Verlag, Jakin, hat sich auch bei der Übersetzung von philosophischen Texten ausgezeichnet. Seit 1997 publiziert der Verlag in seiner Reihe Irakurgaiak jährlich drei kurze Bücher über philosophische Themen. Dabei mischen sich Originalausgaben mit Übersetzungen von bekannten Werken. Diese werden mit einer Einleitung zur Thematik versehen. Die Übersetzer sind meistens Akademiker, die die zu übersetzenden Werke sehr gut kennen. Unter den 18 veröffentlichen Werken bei Irakurgaiak finden wir acht Übersetzungen, davon vier Übersetzungen aus der deutschen Sprache (siehe unten).
 
       
   
Die Mittel, die dieser kleine Verlag einsetzen kann, könnte man niemals mit den Mitteln vergleichen, die der Sammlung Klasikoak zur Verfügung stehen, aber die Erforschung seiner Arbeitsweise dient als Möglichkeit, eine Alternative zu der stärkeren Sammlung zu studieren.
 
       
       
   
3.4.
Übersetzung deutscher philosophischen Werke
 
         
   
Wie zu erwarten war, steigt der Anteil der Übersetzungen aus der deutschen Sprache, wenn es um philosophische Werke geht. In der Sammlung Klasikoak finden wir 16 Titel bei 72 veröffentlichten Werken.
 
       
   
Honela mintzatu zen zaratustra, NIETZSCHE, Friedrich.
 
   
Naturako nahimena, SCHOPENHAUER, Arthur.
 
   
Askatasunetik iheska, FROMM, Erich.
 
   
Ateismoa Kristautasunean, BLOCH, Ernest.
 
   
Gizakiari buruzko entseiua: giza kulturaren filosofiari sarrera, CASSIRER, Ernst.
 
   
Izpiritu-Zientzietarako sarrera, DILTHEY, Wilhelm.
 
   
Hizkuntzaren jatorriari buruzko tratatua, HERDER, Johann Gottfried.
 
   
Prolegomenoak, KANT, Immanuel .
 
   
Psikoanalisiaren aurkezpena, FREUD, Sigmund .
 
   
Mistika-liburuak, ECKHART, Johannes/TAULER, Johannes.
 
   
Moralaren genealogia, NIETZSCHE, Friedrich.
 
   
Santu dena, OTTO, Rudolf.
 
   
Arrazoimen hutsaren kritika, KANT, Immanuel.
 
   
Mundua nahimen eta errepresentazio gisa, SCHOPENHAUER, Arthur.
 
   
Idazti hautatuak, HUMBOLDT, Wilhelm von.
 
   
Idazti hautatuak, LESSING, Gotthold Ephraim.
 
         
   
In der Reihe Irakurgaiak von Jakin machen die Übersetzungen aus der deutschen Sprache sogar die Hälfte der Übersetzungen aus, was sicherlich auf das akademische Interesse des Leiters, Professor Joxe Azurmendi, zurückzuführen ist.
 
       
   
Kant eta Hegel. Gerra eta bakeaz gogoeta / Zum ewigen Frieden und Auszüge von Kant y Hegel.
 
   
Alderdi Komunistaren manifestua / Das Manifest der kommunistischen Partei, K. Marx/F. Engels.
 
   
Ilusio baten etorkizuna / Die Zukunft einer Illusion, S. Freud.
 
   
Musikaren filosofia / Philosophie der Musik, Theodor W. Adorno.
 
   
Etika, zientzia eta antropologia, L. Wittgenstein, 2001.
 
   
Poeta gazte bati idatziak, R.M.Rilke (Patxi Salaberria Muñoa), 2002.
 
         
   
Die Baskische Universität veröffentlicht unter ihren Publikation auch Übersetzungen, aber die einzige direkte Übersetzung aus der deutschen Sprache, die ich finden konnte, ist:
 
       
   
Autodeterminazio morala: hezkuntza eta garapen ereduak balioen munduan, Fritz Oser/Wolfgang Althof, 1998.
 
         
   
Auf der Basis dieser Bestandsaufnahme soll jetzt eine doppelte Forschungsarbeit ins Leben gerufen werden: einerseits, die Erforschung der geschichtlichen und ideologischen Repräsentativität dieser Übersetzungen; andererseits, das kritische Studium aller dieser Übersetzungen.
 
       
       
   
3.5.
Spezifische Probleme bei der Übersetzung philosophischer Texte
 
         
   
Bevor wir uns spezifischen Problemen bei der Übersetzung von philosophischen Texten zuwenden, ist es sinnvoll, die schon erwähnten allgemeinen Probleme in die Erinnerung zu rufen. Das erste Problem ist eine noch nicht ganz vorhandene Standardsprache (Der Prozess zu einer Standardsprache hat 1968 begonnen und jetzt ist die Arbeit dank des ersten normativen Wörterbuches des Baskischen und anderer Leistungen fast abgeschlossen). Folglich ist auch der Gebrauch der Sprache in vielen Bereichen noch nicht normalisiert worden; das ist auch der Fall bei der Philosophie, ein Gebiet, in dem bis vor kurzem die baskische Sprache kein Eintritt gefunden hatte (einige wenige theologische Werke ausgenommen). Als direkte Konsequenz finden wir, dass kaum Gewöhnung an Lesen und Schreiben solcher Werke vorhanden ist. Eine zusätzliche Schwierigkeit bei dieser mangelnden Normalisierung ist die Einzigartigkeit des Baskischen in Europa, und der große Unterschied zu allen Nachbarsprachen. Außerdem muss man auch in Kauf nehmen, dass die französischen Sprecher des Baskischen eine besondere Anforderung an den ganzen Normalisierungsprozess stellen.
 
       
   
So wird die Herausforderung, klassische philosophische Werke ins Baskische zu übersetzen, so dass der ausgebildete Baskische Leser gleiche, nicht großere, Schwierigkeiten beim Lesen solcher Werke findet, enorm, aber überwindbar.
 
       
       
   
3.6.1.
Terminologie
 
         
   
Ein erster problematischer Aspekt, wie von schon erwähntem leicht zu schließen ist, ist die Terminologie. Die mangelnde Tradition und das dünne Korpus von philosophischen Texten bestimmen den Ausgangspunkt in diesem Bereich. Zunächst muss man sogleich sagen, dass es kein Deutsch-Baskisch-Deutsches Wörterbuch gibt. UZEI, eine Institution, die gute lexikografische Arbeit geleistet hat, hat vor etwa 20 Jahre ein dreisprachiges (Baskisch-Spanisch-Französisch) Wörterbuch der Philosophie hergestellt, aber dabei die deutsche Sprache gar nicht berücksichtigt, was eine ganz große Lücke bei einer solchen Arbeit bedeutet.
 
       
   
Dies ist außerdem widersinnig, zumal immer wieder die deutsche Sprache als ein nicht lateinischer Bezugspunkt für die baskische Sprache genannt wird, der bei der Lösung etlicher terminologischer Probleme berücksichtigt werden soll.
 
       
   
Der terminologische Mangel wird normalerweise dadurch behoben, dass man mit Hilfe von Suffixen (-tasun, -men etc.) neue Wörter für abstrakte Begriffe bildet, da die baskische Sprache reicht an Suffixe ist. Ein anderer Weg ist natürlich die Übernahme von aus dem Lateinischen stammenden Ausdrücken. Der doppelte Gebrauch von germanischen und lateinischen Termini bei den Originaltexten stellt eine interessante Aufgabe dar (beispielsweise Erscheinung/Phänomen, Anschauung/Intuition, usw.). Wenn das Baskische den lateinischen Ausdruck gebraucht, dann ist es ihm unmöglich, dieselbe Duplizität originaltreu wiederherzustellen. Dieses Problem haben freilich auch andere Sprachen, die zum Beispiel das Paar Objekt/Gegenstand immer mit objeto, objecte, object, objektu übersetzen müssen. Trotzdem kann man manchmal diese Duplizität wiederherstellen, indem man einen passenden baskischen Ausdruck finden kann. So kann man mit gorputz und soin gut zwischen Körper und Leib unterscheiden (beide cuerpo im Spanischen). Eine weitere gute Lösung finden wir bei dem Paar Urteil/Urteilskraft. Das Baskische greift auf das Latein zurück, kann dann aber eine gute Unterscheidung durch ein Suffix etablieren, judizio und juzgamen (beide juicio in meisten spanischen Übersetzungen, oder meistens juicio und Juicio).
 
       
   
Der Nominalstil, der bei philosophischen Texten so häufig vorkommt, verursacht auch sehr viele Probleme. Juan Garzia hat dieses Thema ausführlich in seinem Buch Joskera lantegi behandelt und er rät einen Abbau von Nominalisierungen und ihre Transformation in Verbalphrasen. Dies kann als allgemeine Regel korrekt und nützlich sein, aber verstößt gegen den terminologischen Wert von vielen Nominalisierungen bei philosophischen Werken. Die Bildung von abstrakten Nomen durch Nominalisierung (das Gute, das Ganze, das Absolute) stellt auch besondere Schwierigkeiten dar, vor allem, weil ihr terminologischer Wert den Erhalt der nominalen Form verlangt. Eine einfallsreiche und fruchtbare Art, dieses Problem zu lösen, bietet die Übersetzung von solchen Nominalisierungen durch eine verbalisierte Form, zum Beispiel, das Heilige würde ‘santu-dena’, das heißt, etwa ‘das, was heilig ist / die Gesamtheit des Heiligen’.
 
       
   
3.6.2.
Syntax
 
         
   
Die klassische Prosa stellt sehr gute Beispiele zur Verfügung, die zeigen, wie man die Subordination und lange Sätze im Baskischen gut behandeln kann, zumal diese Konstruktionen sehr häufig bei philosophischen Werken sind und sehr viele Schwierigkeiten verursachen. Eigentlich kann man diese Art von Problemen mit den bestehenden Werkzeugen recht gut überwinden, ohne den Originaltext ändern oder vereinfachen zu müssen. Das bestehende Problem gehört zu einem anderen Bereich: Beim Baskischen gibt es einen groβen Druck zur Vereinfachung wegen der Schwierigkeiten, die sonst die Leser einer nicht-normalisierten Sprache finden.
 
       
   
Ein anderes, oft schwieriger zu lösendes Problem stellen die präpositionellen Ausdrücke dar (da beim Baskischen keine Präpositionen vorhanden sind), besonders innerhalb von langen Sätzen oder wenn die Relativssätze einführend erscheinen.
 
       
       
   
4.
ÜBERSETZUNG AUS DER BASKISCHEN SPRACHE INS DEUTSCHE
 
         
   
Es liegen nur sehr wenige Übersetzungen aus der baskischen in die deutsche Sprache vor. Es wurden vor allem Werke des Schriftstellers Bernardo Atxaga übersetzt, und es scheint, dass die meisten baskischen Texte nicht direkt aus dem Baskischen, sondern indirekt aus dem Spanischen übersetzt wurden.
 
       
   
Bambulo auf den Hund gekommen, Atxaga, Bernardo, Altberliner Vlg /VVA.
 
   
Bambulos wahre Lügengeschichten, Atxaga, Bernardo / Wilharm, Sabine, Altberliner Vlg /VVA.
 
   
Fenster zum Himmel, Atxaga, Bernardo, Suhrkamp /KNO.
 
   
Ein Mann allein, Atxaga, Bernardo, Unionsverlag /VM.
 
   
Memoiren einer baskischen Kuh, Atxaga, Bernardo, Fischer, S.
 
   
Obabakoak, Atxaga, Bernardo, Unionsverlag /VM.
 
   
Shola und die Löwen, Atxaga, Bernardo, Altberliner Vlg /VVA.
 
   
Shola und die Wildschweine, Atxaga, Bernardo, Altberliner Vlg /VVA.
 
         
   
Tanz, Russika, tanz!, Mariasun Landa. Aus dem Span. von Karin Zaitani, Landa, Mariasun, Berlin ; München: Altberliner, 1997.
 
         
   
Von nirgendwo und überall / Ni ez naiz hemengoa, Joseba Sarrionandia. Übers. und eingeleitet von Ruth Baier, Hamburg: Verl. Libertäre Assoz. 1995.
 
         
   
Ipuinak. Baskische Erzählungen, Beloki Zapirain, Jose R / Arbelbide, Xipri / Astigarraga Agirre, Idoia, IKO.
 
         
   
Ipuinak : baskische Erzählungen. Ausw. und Übers.: Hans J. Vermeer, Frankfurt/M : Verl. für Interkulturelle Kommunikation, 1991.
 
         
   
Baskische Märchen / übers. u. hrsg. von Felix Karlinger u. Erentrudis Laserer, Karlinger, Felix [Hrsg.] 1980/1990, München: Diederichs.
 
         
         
   
5.
PROJEKTE
 
         
   
5.1.
Konstrastive Studie
 
         
   
Ein erstes Projekt von höchstem Interesse ist die Herstellung einer kontrastiven Studie zwischen beiden Sprachen, die als didaktisches Werkzeug (die Nachfrage nach solchen Materialien wird bald wegen der Einführung der zweiten Fremdsprache als Pflichtfach auf Gymnasien zunehmen) und als Stützpunkt für Übersetzungen benutzt werden könnte.
 
       
   
Innerhalb dieses Projekts wird man sehr genau die Aspekte, die spezifische Schwierigkeiten verursachen, identifizieren und behandeln, wie zum Beispiel die präpositionellen Ausdrücke (es gibt keine Präpositionen in der baskischen Sprache) und das Verbalsystem (das Baskische ist sehr verschieden vom Deutschen und wohl einzigartig).
 
       
       
   
5.2.
Wörterbuch
 
         
   
Ein anderes grundlegenden Projekt ist die Herstellung des ersten Deutsch-Baskisch-Deutsches Wörterbuches. Die Behebung des bestehenden Mangels hat größte Priorität. Die ersten Schritte wurden schon vorgenommen; es existiert schon eine Liste von etwa 10.000 Wörter, aber das Projekt hat in letzter Zeit stagniert.
 
       
       
   
5.3.
Beschreibende und normative Analyse der Übersetzungen
 
         
   
Dank der auf der ersten Seite des Beitrages vorgestellten Sucharbeit, die in den nächsten Monaten weiter verfeinert wird, wird man in der Lage sein, eine systematische Erforschung der vorhandenen Übersetzungen zu unternehmen. Die Sammelaktion der Texte läuft schon, und bald wird die kritische Analyse der Texte ihren Anfang nehmen.
 
       
       
     
     
     
     
       
       

Benutzte Bibliographie:

Calleja, S., und X. Monasterio, 1986. „Las traducciones al euskara de libros infantiles y juveniles“. In: Euskera (Bilbo) XXXII,2 (1986), S. 151-163. (=Calleja/Monasterio 1986).


EIZIE, 1996, 1998, 2002. Itzulpen antologia I, II eta III. 1996, 1998, 2002. (=EIZIE 1996, 1998, 2002).


Irigaray, A., 1965. „Esbozo bio-bibliográfico de literatura éuscara profana (Del siglo XV al XX)“. In: Príncipe de Viana 98-99 (1965), S. 133-159. (=Irigaray 1965).


Mendiguren, Xabier, 1992. „Euskal itzulpengintzaren historiarako zuinak eta materialak“. In: RIEV XXXVIII,2 (1992), S. 331-351. (=Mendiguren 1992).


Mendiguren, Xabier, 1994. „Pentsamenduaren klasikoak euskaraz“. In: Jakin (Donostia) 80 (1994), S. 111-118. (=Mendiguren 1994).


Ruzicka Kenfel, Veljka, 2002. Kulturelle Regionalisierung in Spanien und literarische Übersetzung. Studien zur Rezeption deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur in den zweisprachigen autonomen Regionen Baskenland, Galicien und Katalonien. Frankfurt/Main: Peter Lang, 2002. (=Ruzicka 2002)


Sarasola, I., 1976. Historia social de la literatura vasca. Akal, 1976. (=Sarasola 1976)


Sorarrain, G., 1898. Catálogo general de obras éuskaras. Barcelona: 1898. (=Sorarrain 1898)


Villasante, L., 1988. Euskararen auzia. 1988. (=Villasante 1988)


Vinson, J., 1891. Essai d'une Bibliographie de la Langue Basque. Paris: 1891. (=Vinson 1891).


Zabaleta, J. M., 1984. Euskal itzulpenaren antologia. Pax. Lazkao, 1984. (=Zabaleta 1984).



Notas:

1:
Als Agustin Kardaberaz die Baskische Fassung eines “Leben von Ignatius” veröffentlichen will, wurde am 1ten November 1766 eine Verordung erteilt, in der man das folgende lesen könnte: “para que sin especial noticia suya no se den licencias por este Consejo para imprimir libros en otra lengua que la castellana“.
 

 



PROF. DR. IBON URIBARRI ZENEKORTA
Universidad del País Vasco • Campus de Álaba
Facultad de Filología y Geografía e Historia
Departamento de Filología Inglesa, Alemana y de Traducción e Interpretación
Área de Traducción e Interpretación
Paseo de la Universidad, 5
E-01006 Vitoria-Gasteiz
Telèfon: 0034 945 0136 25 • Fax: 0034 945 0132 00/01
fipurzei@vc.ehu.es


 

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índex temàtic Deutsch in Spanien an der Schwelle zum 21. Jahrhundert - Fòrum 11 (2004) PÀGINA PRINCIPAL

 




Anhang A. Literatura unibertsala / Weltliteratur
           
Nr. Autor Titel Übersetzer Ursprünglicher Titel Jahr
01 Jonathan Swift Gulliver-en bidaiak Iñaki Mendiguren Gulliver's Travels 1990
02 Abbé Prevost Manon Lescaut Antxon Narbaiza Histoire de Manon Lescaut 1990
03 Anton Chejov Ipuinak Xabier Mendiguren (Povesti, Rasskazy) 1990
04 Mark Twain Huckleberry Finn-en abenturak Aintzane Ibarzabal Huckleberry Finn 1990
05 Rudyard Kipling Kim Koro Navarro Kim 1990
06 Joseph Conrad Illunbeen bihotzean  Iñaki Ibañez Heart of darkness 1990
07 Knut Hamsum Gosea Juan Mari Mendizabal  Sult 1990
08 Leonardo Sciacia Hontzaren eguna Koldo Biguri  Il giorno de la civetta 1991
09 R.L. Stevenson Altxor Uhartea Maria Garikano  Treasure Island 1991
10 Truman Capote Eskerregite Eguneko Bisitaria Iñaki Iñurrieta Thanksgiving Day Visitor 1991
11 Leon Tolstoi Ivan Ilitxen heriotza Xabier Mendiguren Smert Ivana Ilitxa 1991
12 Miguel de Unamuno Abel Sanchez Aintzane Atela, Miren Arratibel Abel Sanchez, una historia de pasión 1992
13 E.T.A. Hoffmann  Ipuin fantastikoak Antton Garikano  (Antologia) 1992
14 James Joyce Artistaren gaztetako portreta Irene Aldasoro A Portrait of the Artist as a Young Man 1992
15 Jean Cocteau Ume terribleak Jose Antonio Sarasola Les enfants terribles 1992
16 Italo Calvino Marcovaldo edo urtaroak hirian Koldo Biguri  Marcovaldo, ovvero la stagioni in città 1992
17 E.M. Forster Aingeruak nekez ausartzen diren tokian Idoia Santamaria Where Angels Fear to Tread 1992
18 André Gide Inmoralista Imanol Unzurrunzaga  L'immoraliste 1992
19 Jaroslav Hasek Xveik soldadu onaren menturak I Carlos Cid Abasolo  Osudy Dobrého Vojáka Svejka...I 1992
20 Hermann Hesse Peter Camenzind Xabier Mendiguren Peter Camenzind 1992
21 Tomas Mann Herioa Venezian Xabier Mendiguren Der Tod in Venedig 1992
22 Saul Bellow Heldu orainari Juan Mari Mendizabal Seize the Day 1992
23 Goethe Hautapen ahaidetasunak Xabier Mendiguren Die Wahlverwandtschaften 1992
24 Julio Cortázar Oktaedroa Gerardo Markuleta  Octaedro 1992
25 Eça de Queiroz Mandarin zaharra Jesus Mari Lasa  O Mandarim 1992
26 William Faulkner Hotsa eta ardaila Maria Garikano  The Sound and the Fury 1992
27 Cesare Pavese Muinoko etxea Koldo Biguri  La casa in collina 1992
28 G. Garcia Marquez Koronelari ez dio inork idazten Tomas Sarasola  El coronel no tiene quien le escriba 1992
29 Thornton Wilder San Luis Reyren zubia Xabier Angulo  The Bridge of San Luis Rey 1992
30 Albert Camus Izurria Imanol Tapia  La peste 1992
31 Gustave Flaubert Madame Bovary Patxi Apalategi Madame Bovary 1993
32 Alberto Moravia Erromako emakumea Koldo Biguri  La Romana 1993
33 Virginia Woolf Farorantz Antton Garikano To the Lighthouse 1993
34 Fedor Dostoievski  Jokalaria Antton Garikano  Igrok 1993
35 Jaroslav Hasek Xveik soldadu onaren menturak II Carlos Cid Abasolo Osudy Dobrého Vojáka Svejka...II 1993
36 Heinrich Von Kleist Michael Kolhaas Xabier Mendiguren Michael Kolhaas 1993
37 D.H. Lawrence Birjina eta ijitoa Irene Aldasoro The Virgin and the Gipsy 1993
38 Montesquieu Pertsiar Gutunak Patri Urkizu  Lettres persannes 1994
39 Gunter Grass Katua eta Sagua Xabier Mendiguren Katz und Maus 1994
40 John Steinbeck Zeruko Belardiak Maria Garikano  Pastures of Heaven 1994
41 Yukio Mishima Arratsaldeko atoiuntzia Hiromi Yoshida The Sailor who fell from Grace with the Sea 1994
42 Charles Dickens Garai Latzak Javi Cillero Hard Times 1994
43 R. Sanchez Ferlosio Alfanhui Eskarne Mujika Gallastegi Alfanhui 1995
44 G. Tomasi di Lampedusa Gattopardo Koldo Biguri  Il gattopardo 1995
45 Maxim Gorki Ama Jose Morales Belda Mat 1995
46 A. Von Chamisso Peter Schlemihls-en istorio miresgarria Antton Garikano Peter Schlemihls Wundersame Geschichte 1995
47 Denis Diderot Hau ez da ipuina Iñaki Iñurrieta Ceci n'est pas un conte 1995
48 James Baldwin Zoaz mendira aldarrikatzera Juan Mari Mendizabal Go tell it on the mountain 1996
49 Robert Musil Törless ikaslearen nahasmenduak Koldo Morales Belda Die Verwirrungen des zöglings Törless 1996
50 M.J. Lermontov Gure garaiko heroia Jose Morales Belda Geroi nashego vremeni 1996
51 Jane Austen Harrotasuna eta aurrejuzkua Ana Isabel Morales Pride and Prejudice 1996
52 Raymond Queneau Zazie metroan Joxan Elosegi Zazie dans le métro 1996
53 Luzio Apuleio Urrezko astoa Anjel Lertxundi, J. Kruz Igerabide Asinus aureus 1996
54 Marguerite Duras Maitalea Mikel Garmendia  L'Amant 1996
55 A. Pushkin Kapitainaren alaba Jose Morales Belda Kapitanskaya dochka 1996
56 Alvaro Cunqueiro Han-hemengo jendea Mikel Iriarte Xente de aquí e de acolá 1996
57 Marguerite Yourcenar Ekialdeko kontakizunak Imanol Zurutuza Nouvelles orientales 1996
58 Honoré de Balzac Goriot Zaharra Pedro Diez de Ulzurrun Le Père Goriot 1996
59 Choderlos de Laclos Harreman arriskutsuak Jon Muñoz Les liaisons dangereuses 1997
60 H.G. Wells Gizon ikusezina Miren Arratibel The Invisible Man 1997
61 Marqés de Sade Justine edo Bertutearen zorigaitzak Mikel Hoyos Sein Justine 1997
62 Cesare Pavese Bizitza lanbide Maite Lopetegi  Il mestiere de vivere 1997
63 Henry James Europarrak Irene Aldasoro The Europeans 1997
64 Daniel Defoe Robinson Crusoe Aintzane Ibarzabal Robinson Crusoe 1997
65 Graham Greene Giza Faktorea Inaxio Lopez de Arana  The Human Factor 1997
66 G.K. Chesterton Ostegun izan zen gizona Juan Garzia The Man who was Thursday 1997
67 Giorgio Bassani Finzi-Kontinitarren lorategia Koldo Biguri Il giardino dei Finzi-Contini 1997
68 H.C. Andersen Hemeretzi ipuin Martxel Eguen (taldea) Ipuin antologia 1997
69 Jorge Amado Jubiaba Valentin Olaetxea Jubiabá 1997
70 Zenbait poeta katalan Antologia Gerardo Markuleta Antologia 1997
71 Lawrence Sterne Bidaia sentimentala Josu Barambones Sentimental Journey 1998
72 Italo Svevo Bidaia sentimental laburra Maite Lopetegi Corto viaggio sentimentale 1998
73 M. Mújica Lainez Zazpi demonioen bidaia Joxe Migel Esnaola El viaje de los siete demonios 1998
74 Mme. de Lafayette Clevesko Printzesa Mikel Hoyos Sein La princesse de Clèves 1998
75 Katherine Mansfield Lorategiko festa Antton Garikano The Garden Party and other stories 1998
76 Colette Mari-Alderrai Periko Diez de Ulzurrun La Vagabonde 1998
77 Jorge Luis Borges Ipuin hautatuak Juan Garzia Garmendia (Antologia) 1998
78 Ismail Kadare H. dosierra Juan Mari Arzalluz, Antton Olano Le dossier H. 1998
79 Nikolai Vasilievitx Gogol Arima hilak Jose Morales Belda Miortvie Dushi 1998
80 John Dos Passos Manhattan Transfer Iñaxio Lopez de Arana, Martzelo Lopez de Arana Manhattan Transfer 1999
81 George Sand Negu bat Mallorcan Miren Arratibel, Aintzane Atela Un hiver à Majorque 1999
82 Turgenev Aita-semeak Jose Morales Belda Otsi e detti 1999
83 José Saramago Lisboako setioaren historia Jon Alonso História do cerco de Lisboa 1999
84 Guy de Maupassant Fantasiazko ipuinak Josu Zabaleta Contes fantastiques 2000
85 Oscar Wilde Fidel izan beharraz Antton Olano The Importance of Being Earnest 2000
86 Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz Antton Garikano Berlin Alexanderplatz 2000
87 Ambrose Bierce Deabruaren hiztegia Xabier Olarra The devil's dictionary 2000
88 Edgar Alan Poe Kontakizunak Koro Navarro   2000
89 Simone de Beauvoir Besteen odola Oier Alonso La sang des autres 2000
90 Giovannino Guareschi On Camilo Koldo Biguri Don Camilo 2001
91 R.M. Valle-Inclán Buhame-argiak Anastasio Esnaola Luces de Bohemia 2001
92 Jan Neruda Mala Stranako ipuinak Fernando Rey Povídky malostranské 2001
93 Mikhail Bulgakov Txakur-bihotza Jose Morales Sobatxie serdtse 2001
94 Eugène Ionesco Abeslari burusoila Jon Muñoz La cantatrice chauve 2001
95 Juan Rulfo Pedro Páramo Juan Garzia Pedro Páramo 2002
96 Bernard Shaw Candida: misterioa Joan Agirre Candida: A Pleasant Play 2002
97 Jules Verne Michel Strogoff Karlos Zabala Michel Strogoff 2002
98 Marcel Schwob Bizi alegiazkoak Juan Garzia Vies imaginaires 2002
99 Carlos Fuentes Artemio Cruzen heriotza Zuriñe Goti Artabe La muerte de Artemio Cruz 2002
100 William Shakespeare Hamlet Juan Garzia Hamlet 2002
           
 
           
Anhang A-b: Bereits programmierte Überserzungen
           
Autor Titel Übersetzer
CARVER, Raymond What we talk about when we talk about love Koro Navarro
MORRISON, Toni Beloved Antton Garikano
PERUTZ, Leo Zwischen neun und neun Antton Garikano
PIRANDELLO, Luigi Sei personaggi in cerca d'autore Josu Zabaleta
SAINT EXUPÉRY, Antoine Pilote de guerre Josu Zabaleta
SARTRE, Jean Paul La nausée Monika Etxebarria
ZOLA, Emile Le ventre de Paris Karlos Zabala
 
           
           
Anhang B: Stichprobe der Kinder- und Jugendliteratur
           
Elkar  
  Ingeles bat etxean, Christine Nörtlinger (X. Mendiguren Bereziartua)
Hodeia, Gudrun Pause Wang (X. Mendiguren Bereziartua)
Amaren historia, Urs M. Fiechtner (traductor desconocido)
Gabon panpinatxo, Heide Hasse Muller (Pello Zabaleta)
Suzko zapatak eta haizezko sandaliak, Ursula Wölfel (Nekane Umerez/Arantxa Azpitarte), 2001
Gabon, panpinatxo, Heidi Hassenmüller (Pello Zabaleta), 2002
Lotte eta Luisa, hau bizki parea! (Antton Narbaiza), 1999
Amona sagar gainean, Mira Lobe (Joxantonio Ormazabal, castellano), 1999
Tomas txorimalo, Otfried Preussler (Xabier Gartzia), 1999
Sorgin txikia, Otfried Preussler (Pilar Iparagirre), 1999
Apatxe zuria, Thomas Seier (Pello Zabaleta), 1999
Emilio eta detektibeak, E. Kästner (Tomás Sarasola), 2000
 
Erein  
  Utzi droga hori, kopon!, Dagmar Kekuli (Pello Zabaleta), 2001
 
Aizkorri  
  Ezta mila ere!, Christine Nöstlinger (Xabier Mendiguren), 2001
Deabru jaun maitea, Christien Nöstlinger (Maria Jose Kerejeta), 2002
 
Ediciones SM  
  Jon Artaburu eta indio ikustezina, Janosch, 1987
Jauregiko iratxoa, Mira Lobe, 1987
Alperrontzi erregea, Mira Lobe, 1992
Bandolariaren andregaia, Mira Lobe, 1991
Berni eta zaharra, Mira Lobe, 1993
Fontefa - Fontefitxikia, Mira Lobe, 1992
Pirata teilatuan, Jo Pestrum (Pello Zabaleta), 1993
Markako eroak, Otfried Preussler (Pello Zabaleta), 1987
Vania indartsuaren abenturak, Otfried Preussler (Pello Zabaleta), 1986
Treneko sagua, Jürgen Bonscherus, 1991
Kaxkamotx, Irina Kurschunow, 1991
Margolo, tinta-munstroa, Ursel Scheffer, 1993
 
Anaya  
  Esan super eta kito, Reinhold Ziegler (Jabier Etxebarria, castellano), 1995
Sardina latako sirena, Gudrun Pausewang (Javier Uriarte, castellano), 1997
 
Kalandraka  
  Nola dastatu ilargia?, Michael Grejniec (Koldo Izagirre, gallego), 1999
Hartza eta Kattalin, Christiane Pieper,
Sagu kontuak, Arnold Lobel
Raul artzaina, Eva Muggenthaler (Koldo Izagirre, gallego), 2000
Buruko hura nork egin zion jakin nahi zuen satortxoa, Werner Holzwath - Wolf Erlbruch
 
Desclée de Brouwer  
  Diosalak espirituuen gaztelutik, Thomas Brezina (Xabier Mendiguren), 2001
Eskeleto bat hegazkinez, Thomas Brezina (Xabier Mendiguren), 2000
Ez idolorik uki, Brigitte Smadja
Hotel sorginduko oporrak, Thomas Brezina
Txokoloski. Dibertigarria da txakurren bizitza, Angela Sommer-Bodenburg
Franzen gorabeherak, Christine Nöstlinger
Lari Fari hortzandi, Janosch
Zakur baten akaboa, Gudule (Anne Karali)
Beldurra pasa nahi baduzu, Angela Sommer-Bodenburg
Franzen oporretako kontuak, Christine Nöstlinger
Aprendiz postu bila nabil, Hans-Georg, Noack
     
     
 
           
           
Anhang C: Klasikoak/Klassiker
           
Entseiuak I
MONTAIGNE, Michel de
1992
84-88303-51-3

Utopia
MORE, Thomas
1992
84-88303-52-1
Sysiforen mitoa
CAMUS, Albert
1992
84-88303-54-8

Honela mintzatu zen zaratustra
NIETZSCHE, Friedrich
1992
84-88303-53-X
Bizitzaren sentimendu tragikoaz
UNAMUNO, Miguel
1994
84-88303-66-1

Entseiuak III
MONTAIGNE, Michel de
1994
84-88303-70-X
Eromenaren laudorioa
ROTERDAM, Erasmo
1994
84-88303-72-6

Masen errebolta
ORTEGA Y GASSET, Jose
1994
84-88303-71-8
Espezieen jatorria
DARWIN, Charles
1994
84-88303-73-4

Filosofiaren kontsolamendua
BOEZIO
1994
84-88303-67-X
Hizkuntza
BLOOMFIELD, Leonard
1994
84-88303-75-0

Leviathan
HOBBES, Thomas
1994
84-88303-74-2
Moralistak
SHAFTESBURY
1994
84-88303-69-6

Bizitzaren laburtasunaz; Bizitza zoriontsuaz; Astiaz
SENECA, Lucio Anneo
1993
84-88303-60-2
Naturako nahimena
SCHOPENHAUER, Arthur
1994
84-88303-65-3

Seduzitzailearen egunkaria
KIERKEGAARD, Soren
1994
84-88303-68-8
Askatasunetik iheska
FROMM, Erich
1993
84-88303-61-0

Ateismoa Kristautasunean
BLOCH, Ernest
1993
84-88303-64-5
Entseiuak II
MONTAIGNE, Michel de
1993
84-88303-62-9

Indio aurkitu berriak
VITORIA, Francisco de
1993
84-88303-57-2
Giza ezagutzaren printzipoei buruzko tratatua
BERKELEY, George
1993
84-88303-55-6

Giza ezagutzari buruzko ikerketa
HUME, David
1993
84-88303-58-0
Gizarte - Hitzarmena
ROUSSEAU, Jean-Jacques
1993
84-88303-63-7

Hezkuntza eta soziologia
DURKHEIM, Emile
1993
84-88303-59-9
Politeia
PLATON
1993
84-88303-56-4

Gizakiari buruzko entseiua: giza kulturaren filosofiari sarrera
CASSIRER, Ernst
1995
84-88303-84-X
Amerikako Demokrazia. I
TOCQUEVILLE, Ch. Alexis Clérel de
1995
84-88303-80-7

Amerikako Demokrazia. II
TOCQUEVILLE, Ch. Alexis Clérel de
1995
84-88303-88-2
Edertasun-sena
SANTAYANA, George
1995
84-88303-87-4

Ekonomia politikoaren eta tributazioaren printzipioak
RICARDO, D.
1995
84-88303-86-6
Gutun Filosofikoak
VOLTAIRE
1995
84-88303-78-5

Izpiritu-Zientzietarako sarrera
DILTHEY, Wilhelm
1995
84-88303-85-8
Hizkuntzaren jatorriari buruzko tratatua
HERDER, Johann Gottfried
1995
84-88303-81-5

Urrezko Abarra. I
FRAZER, James George
1995
84-88303-77-7
Prolegomenoak
KANT, Immanuel
1995
84-88303-83-1

Urrezko abarra. II
FRAZER, James George
1995
84-88303-82-3
Antropologia estrukturala
LEVI-STRAUSS, Claude
1996
84-88303-92-0

Zientzietarako argimenen azterketa
UHARTE DONIBANEKOA, Joanes
1996
84-88303-91-2
Estetika brebiarioa
CROCE, Benetto
1996
84-88303-89-0

Giza adimenari buruzko entseiu berriak
LEIBNIZ, Gottfried Wilhelm
1996
84-88303-94-7
Idazkuntzaren zero gradua; Testuaren atsegina
BARTHES, Roland
1996
84-88303-90-4

Psikoanalisiaren aurkezpena
FREUD, Sigmund
1996
84-88303-93-9
Mistika-liburuak
Johannes Eckhart, Johannes Tauler
1997
84-88303-46-7

Moralaren genealogia
NIETZSCHE, Friedrich
1998
84-88303-45-9
Giza adimenari buruzko entseiua I
LOCKE, John
1998
84-88303-42-4

Historiak I
HERODOTO
1997
84-88303-97-1
Giza adimenari buruzko entseiua II
LOCKE, John
1998
84-88303-40-8

Adimenaren sorrera haurrarengan
PIAGET, Jean
1997
84-88303-96-3
Etika
SPINOZA, Benedictus de
1997
84-88303-95-5

Hizkuntzalaritza orokorreko ikastaroa
SAUSSURE, Ferdinand de
1998
84-88303-44-0
Historiak II
HERODOTO
1997
84-88303-99-8

Metafisika
ARISTOTELES
1997
84-88303-48-3
Metodoari buruzko diskurtsoa; Meditazio metafisikoak
DESCARTES, René
1997
84-88303-47-5

Enplegu, interes eta diruari buruzko teoria orokorra
KEYNES, John Maynard
1998
84-88303-43-2
Santu dena
OTTO, Rudolf
1997
84-88303-49-1

Arrazoimen hutsaren kritika
KANT, Immanuel
1999
84-88303-39-4
Legeen espirituaz I
MONTESQUIEU
1999
84-88303-37-8

Legeen espirituaz II
MONTESQUIEU
1999
84-88303-38-6
Delituez eta zigorrez
BECCARIA, Cesare
1999
84-88303-35-1

Mundua nahimen eta errepresentazio gisa
SCHOPENHAUER, Arthur
1999
84-88303-34-3
Arkitekturaz hamar liburuak
VITRUBIO POLION, Marco
2000
84-88303-30-0

 
 
 
 
Historiaren azterketa (I)
TOYNBEE, Arnold Joseph
2000
84-89303-32-7

Historiaren azterketa (II)
TOYNBEE, Arnold Joseph
2000
84-88303-33-5
Idazti hautatuak
Wilhelm von Humbolt
2001
84-88303-29-7

Idazti hautatuak
Lessing, Gotthold Ephraim
2002
84-88303-21-1